Cave emptorem

Die Römer haben es schon gewusst: Man hüte sich vor Kauf-Interessenten, die unser Vertrauen nicht verdienen !

Irgendwann wird ein Verkauf des Bootes anstehen (nicht notwendigerweise sofort, aber diese Option ist von vornherein eingeplant).

Ein erster Versuch ist in mehrfacher Hinsicht voll daneben gegangen:

Mit der lebhaften Resonanz auf eine erste Anzeige (sozusagen als Versuchsballon) hatte ich nicht gerechnet und war daher ungenügend vorbereitet:

Für den Vertragstext habe ich bestimmte inhaltliche Vorstellungen, die erst textlich entsprechend entwickelt werden mussten und daher eine gewisse Zeit in Anspruch nahmen.

Ich habe nach freiwilliger Vorlage von Bonitätsnachweisen und vorheriger zeitaufwändiger Besichtigung des Boots im Winterlager fest auf die mündliche (mehrfache) Kauf-Zusage eines Interessenten vertraut und nach dieser Zusage einem weiteren ernsthaften Interessenten abgesagt.

Im Vertrauen auf diese Kaufzusage hatte ich bereits einen Chartervertrag abgeschlossen (ohne Segeln geht eben nicht) und einen Ferienhausaufenthalt gebucht.

Kurzfristig ist der Interessent trotz wiederholter Kaufzusage ohne nähere Begründung vor Abschluss des Vertrages abgesprungen.

Es entstanden erhebliche Stornokosten (um die obigen Buchungen rückgängig zu machen) und der andere Interessent (dem ich abgesagt hatte) hatte sich sich verständlicherweise inzwischen anderweitig orientiert.

Ich halte mir selbst vor:

Um es in der Sprache der Römer auszudrücken: Fiducia pecuniam amisi, diffidentia vero servati (Phaedrus; deutsch: Durch Vertrauen habe ich Geld verloren, durch Misstrauen habe ich es bewahrt)

Dann wird jetzt eben erstmal weiter gesegelt.

Beim nächsten Mal bin ich vorsichtiger und weniger vertrauensselig …

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